Argentinien

aethiopien2

Quelle: Wikipedia

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Fläche: 2.780.400 km²

Einwohner: 44.293.293

BIP/Einwohner: $ 12.503

Am 01.12.2017 ging der lange Flug nach Argentinien endlich los. Wir, eine 14-köpfige Gruppe, waren sehr gespannt, was uns dort erwarten sollte. In Buenos Aires angekommen, starteten wir eine kleine Stadtbesichtigung, um erste Eindrücke des Lebens der Argentinier zu bekommen. Abends trafen wir uns dann mit den Jugendlichen der örtlichen Gemeinde, wo wir am nächsten Tag auch den Gottesdienst verbrachten. Bald darauf begaben wir uns auf den Weg nach Formosa, eines der ärmsten Gebiete Argentiniens. Dort bekamen wir die Möglichkeit, ein Heim für Waisenkinder zu besuchen. Als wir ankamen, waren die Kinder gerade dabei, ihr einfaches Frühstück zu sich zu nehmen. Nachdem wir kleine Geschenke wie Seifenblasen, Kreide oder Bälle ausgepackt hatten, wurden die Kinder zutraulich und fingen gleich begeistert an, mit uns zu spielen. Man merkte stark, wie sie unsere Aufmerksamkeit und die Nähe genossen. Schon eine Umarmung oder ein einfaches Lächeln konnte die Kinder dort glücklich machen.

 

Danach fuhren wir zu Gottesdiensten in verschiedenen Indianerstämmen, wo wir mit Predigten und Gesang dienen durften. Anschließend verteilten wir auch dort den Kindern kleine Geschenke und hinterließen den Dorfbewohnern verschiedene Grundnahrungsmittel, die sie zum Überleben brauchten.

 

Daraufhin besuchten wir noch einige Familien eines Indianerstammes. Die Umstände, unter denen die Menschen dort lebten, waren echt beeindruckend: ärmliche Hütten, undichte Dächer und viele Menschen auf engem Raum. Ganz besonders gerührt waren wir, als wir eine große Familie besuchten, die zwei behinderte Kinder hatte. Das elfjährige Kind lag eng zusammengekauert auf einer Holztrage. Der Anblick war wirklich erbärmlich. Flehentlich baten wir Gott unter Tränen um Hilfe für dieses arme Mädchen. In der dunklen Hütte der Familie, saß ein weiteres, zwanzigjähriges Mädchen auf einer staubigen Decke, angelehnt an einer rauen Wand. Ihre Hände und Füße waren völlig verkrümmt. Auch litt sie an einer geistigen Behinderung. Sie zeigte kaum Regung und wirkte sehr elend, bis ihr eine Schwester von uns liebevoll einige Bonbons in den Mund schob. Plötzlich fing das Mädchen sanft an zu lächeln und eine kleine Träne rollte über ihre Wangen. Der leitende Bruder Anatoly … aus Argentinien beschrieb diese Situation folgendermaßen: „Als ich sah, wie die beiden Schwestern sich so herzlich über das behinderte Mädchen beugten, konnte ich, trotz meines harten Charakters, nicht mehr in dem Raum bleiben. Ich war so gerührt. Auch der Vater der Behinderten kam ganz bewegt zu mir und sagte, dass noch nie jemand diesem Mädchen solch eine Aufmerksamkeit und Liebe erwiesen habe. Niemand aus dem ganzen Dorf kümmerte sich um die Behinderte und selbst sie, als Eltern, kamen ihrer Pflicht nicht nach.“ Als wir das hörten, füllten sich unsere Herzen voller Dankbarkeit Gott gegenüber, dass wir durch solch kleine Taten doch so ein Segen sein konnten.

 

Weil wir wussten, dass die Matratzen im Kinderheim schon dermaßen platt und abgenutzt waren, bestellten wir eine Menge neuer Matratzen. Die Dankbarkeit dafür war sehr groß.

 

Nachdem wir abends noch in einem Kindergottesdienst im Heim waren, wurden Pakete mit lebensnotwendigen Dingen an verschiedene Witwen verteilt. Es war bewegend als wir sahen, wie herzlich eine Witwe den Leiter der Reise, Alexander Gruslak, unter Tränen umarmte. Die Dankbarkeit stand ihr deutlich im Gesicht geschrieben.

 

Gegen Ende der Reise verbrachten wir auch noch einen Tag an den Wasserfällen in Iguazu. Es war einfach nur zu bestaunen, wie gewaltig und in welch großer Macht Gott sein Werk geschaffen hat.

 

Als wir dann am 11.12.17 wieder nach Deutschland zurückkehrten, wussten wir, dass Gott unser Fasten und Beten erhörte und die Fahrt sehr reich segnete. Es war nämlich eine Reise, an der wir wieder einmal erfahren durften, dass Geben seliger ist als Nehmen.